Kreativ und innovativ durch die Corona-Krise – Grundschule Jettingen-Scheppach erhält Auszeichnung für erfolgreiches Vorzeigeprojekt zur Bewältigung der Corona-Beeinträchtigungen an Schulen

Zur Förderung der Medienkompetenz und entsprechend dem Motto „KidZ - Kompetent in die Zukunft“ stellte die Grundschule Jettingen-Scheppach im Zuge einer 1to1-Ausstattung im Jahr 2020 jedem Kind ein persönliches iPad mit Pencil zur Verfügung. Unter dem Aspekt der sozialen Gerechtigkeit übernahm die Marktgemeinde Jettingen-Scheppach die komplette Finanzierung im Rahmen eines fünfjährigen Leasingvertrages.

Mit Beginn des Homeschoolings erklärte sich der Sachaufwandsträger sofort bereit, den Kindern die Tablets mit nach Hause zu geben. Von der ersten Woche an konnten Lehrkräfte und Schüler in Klassenkonferenzen miteinander kommunizieren und gemeinsam an Aufgaben arbeiten. Online-Unterricht und Einzelanfragen wurden über Microsoft Teams abgehalten. Zudem war es möglich, dass Kinder kollaborativ an einem gemeinsamen Projekt arbeiten.

Während der gesamten Pandemiezeit legte die Grundschule Jettingen-Scheppach neben dem „klassischen“ Online-Unterricht einen starken Fokus auf die Förderung der Kreativität und machte den Kindern vielfältige Angebote.

In einem mehrwöchigen Kooperationsprojekt mit dem örtlichen Musikzentrum wurde ein Videoclip zum Schulsong erstellt. Dabei waren die Kinder als Musiker, Sänger und Reporter im Einsatz. Während die Chorkinder leidenschaftlich und voller Begeisterung den Schulsong sagen, musizierten die Mitschüler mit ihren eigenen Instrumenten. Diese Aufnahmen wurden mit Melodieaufnahmen und Beats hinterlegt, die Kinder parallel dazu auf den iPads erstellt hatten. Die "rasenden Reporter" waren während des gesamten Projekts mit ihren iPads im Einsatz, filmten unzählige Szenen und bearbeiteten diese anschließend mit der App iMovie. Zuletzt erfolgte die Zusammenführung der einzelnen Clips und Aufnahmen.

Im Projekt „Schulhaus der Zukunft“ schlüpften die Kinder online in die Rolle von Architekten und Künstlern. Im Mittelpunkt aller Überlegungen stand folgende Frage: Wie sieht das „Schulhaus der Zukunft“ aus? Ein wichtiges Kriterium stellte bei der Umsetzung neben dem Aspekt der Kreativität auch der Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit dar. Strom soll beispielsweise in Zukunft über die eigene Photovoltaikanlage gewonnen werden. Der Schulgarten kann als Bienengarten dienen, verbunden mit der Gewinnung von eigenem Honig. Große Fenster mit viel Tageslicht tragen zum Stromsparen bei. Im Vorfeld des Projekts wurden Drohnenaufnahmen des Schulgeländes und des Schulhauses angefertigt. Diese Aufnahmen wurden den Kindern online zur Verfügung gestellt.

In weiteren kreativen Projekten wurden gemeinsame Fotomontagen erstellt, Kunstwerke von berühmten Künstlern selbst nachgestellt oder Filme zu Versuchen vertont. Durch das Fotografieren aus verschiedenen Blickwinkeln und der Erzeugung von visuellen Effekten wurden Fotos zum Leben erweckt. Die Ergebnisse waren beeindruckend.

In einer ersten Auszeichnungsrunde wurden nun bayernweit knapp 200 Schulen für ihre kreativen und innovativen Leistungen während der Pandemie mit je 1000 € ausgezeichnet. Prämiert wurden besondere Eigeninitiative und Ideenreichtum bei der Gestaltung der Corona-bedingten Abläufe.

Kultusminister Piazolo betonte in einem Statement: „Ich bin beeindruckt, wie die Schulen mit den Herausforderungen der Corona-Pandemie umgehen. Sie haben eigenverantwortlich Lösungen entwickelt, um den Zusammenhalt zu stärken und die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen zu sichern.  

Auch Staatssekretärin Anna Stolz zeigte sich begeistert: „In der Zeit des Distanzunterrichts konnten die Schülerinnen und Schüler nicht die Schule. Daher musste der Unterricht zu ihnen nach Hause kommen. Die Schulen haben dazu eine unglaubliche Vielfalt an unterschiedlichen kreativen Ideen entwickelt, um die Schülerinnen und Schüler weiterhin aktiv in das Unterrichtsgeschehen einbinden zu können. Das verdient große Anerkennung!“

Schulleiter Andreas Spatz freute sich über die Auszeichnung durch das Kultusministerium: „Das soziale Miteinander fehlte den Kindern während des Homeschoolings sehr. Zum Glück konnten wir vom ersten Tag an jedem Kind ein Endgerät zur Verfügung stellen und damit den Kontakt herstellen. Für einen abwechslungsreichen Onlineunterricht haben wir uns kreative Aufgaben überlegt. Diese haben den Kindern nicht nur Spaß gemacht, sondern auch das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt.“

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