Was in Zeiten von flächendeckenden Schulschließungen bei vielen weiterführenden Schulen trotz Anlaufschwierigkeiten oftmals gut funktioniert hat, stellte zahlreiche Grundschulen vor immense Herausforderungen: ein digital unterstützter Unterrichtsbetrieb, bei dem nicht nur das Verteilten von Aufgaben funktioniert, sondern insbesondere auch der für diese Altersstufe so wichtige kontinuierliche und persönliche Austausch zwischen Lehrkraft und Schülern aufrechterhalten wird.

Ein Blick ins bayerische Jettngen-Scheppach zeigt, wie mit einer ganzheitlich gedachten, technologieunterstützten Lernumgebung Fernunterricht an der Grundschule reibungslos funktionieren kann. Bereits 2017 machte sich die Schule auf den Weg in das digitale Zeitalter. Für Schulleiter Andreas Spatz und sein Team bestand der Antrieb von Anfang an darin, jedes einzelne Kind bestmöglich - und unter Einsatz zeitgemäßer Technologie - darin zu unterstützen, die eigenen Fähigkeiten und Begabungen zu erkennen und zu leben und erste Aspekte von Medienkompetenz anzubahnen.

„Medienkompetenz kann ein Kind unserer Ansicht nach nur dann erlangen, wenn ein aktiver Umgang mit zeitgemäßen Medien ermöglicht wird - und dies als normaler Bestandteil des Unterrichts wahrgenommen wird.“ so Spatz.

Nachdem die Schule in den ersten Jahren mit schuleigenen Poolgeräten arbeitete, wurde im Januar 2020 das ehrgeizige Ziel einer 1:1 Ausstattung mit iPads für alle Schülerinnen und Schüler umgesetzt - im engen Schulterschluss mit Schulaufsicht und Sachaufwandsträger. Letzterer übernahm auch die komplette Finanzierung im Rahmen eines fünfjährigen Leasingvertrages - und nahm so jeglichen Diskussionen hinsichtlich sozialer Ungerechtigkeiten von vornherein den Wind aus den Segeln. Alles in allem also beste Voraussetzungen für innovative, spannende Unterrichtsstunden…

Und dann kam Corona… und alles lief wie am Schnürchen!

Mit Beginn des aufgrund der landesweiten Schulschließungen notwendigen Homeschoolings erklärte sich der Sachaufwandsträger sofort bereit, den Kindern die iPads, die ursprünglich für den Gebrauch in der Schule bestimmt waren, mit nach Hause zu geben. Ziel war es, möglichst unbürokratisch allen Kindern die bestmögliche Betreuung und Beschulung während dieser Ausnahmesituation zu ermöglichen. Dank der kurzfristig von Seiten der Medienberatung angebotenen Schulungen für alle Kolleginnen und Kollegen konnten Lehrkräfte und Schüler von der ersten Woche an miteinander kommunizieren und gemeinsam an Aufgaben arbeiten. Videokonferenzen mit der Klasse wurden über die kostenlose App Jitsi Meet organisiert, bei der sich alle Teilnehmer gleichzeitig im Blick haben. Für Online-Unterricht und individuelles Feedback wurde Microsoft Teams genutzt.

Arbeitsblätter und Dokumente wurden direkt auf die zentral verwalteten iPads der Schüler geschickt - dadurch entfiel das aufwändige Ausdrucken und Abholen bzw. Verschicken der Materialien. Nach Bearbeitung der Aufgaben auf dem iPad wurden sie direkt wieder der Lehrkraft zur Korrektur übermittelt - und Dank der homogenen Ausstattung konnten die Schüler auch gemeinsam an Aufgaben und Projekten arbeiten.

Christoph Böhm, 1. Bürgermeister von Je1ngen Scheppach, sieht sich durch das zahlreiche positive Feedback von Seiten der Eltern bestätigt: „Unser ganzheitlicher und nachhaltiger Ansatz hat sich als goldrichtig erwiesen: Dank unseres Invests in eine homogene Ausstattung konnten wir unseren Schülern die bestmöglichen Bedingungen für einen nahezu reibungslosen Unterrichtsbetrieb in dieser schwierigen Phase bieten.“

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