Naschgarten

Ein bisschen gedulden müssen sich die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Scheppach schon noch, bis die Beerensträucher erstmals Früchte tragen – vielleicht im nächsten Jahr. Im Schulhof unterhalb des Pfarrhofs gibt es jetzt einen Naschgarten. Ermöglich hat diesen die Town & Country Stiftung mit einem „Naschgarten-Spendenpaket“ in Höhe von 650 Euro. Die Beerensträucher, darunter Kornelkirsche, Felsenbirne und Brombeere, stammen von Baumschulen Scheel aus Burtenbach – die Ausführung der Pflanzarbeiten erfolgte unentgeltlich. Im November fand die offizielle Übergabe zusammen mit Jettingen-Scheppachs Bürgermeister Hans Reichhart, Schulleiter Andreas Spatz, sowie Christine Pöllmann und Katrin Krey als Vertreterinnen des Elternbeirats statt.

 

„Wir wollen den Kindern die Natur in den unterschiedlichsten Varianten ein bisschen näherbringen“, erklärt Kurt Beißbarth, Vertreter der Town & Country Stiftung. Neben verschiedenen Pflanzprojekten unterstützt die Stiftung, die es seit 2009 gibt, auch unverschuldet in Not geratene Familien.

 

Möglich gewesen wäre auch das Anlegen eines Hochbeets, ein solches jedoch bedarf gerade in den Sommermonaten einiges mehr an Pflege, noch schwieriger ist dies während der Ferien. Also hatte man sich für einen Naschgarten entschieden. Sträucher, Hecken und essbaren Beeren sind ohnehin Themen, mit denen sich der Lehrplan befasst. Mit dem Naschgarten können die Schulkinder gleichzeitig die Entwicklung der Blüten und Früchte im Laufe des Jahres mitverfolgen. Wichtig sei, dass die Kinder den Bezug zur Natur finden, auch lernen auf diese aufzupassen, betont Schulleiter Andreas Spatz. Und die gehöre zu dem neugestalteten Schulgelände eben mit dazu, so Bürgermeister Hans Reichhart.  „Es ist ein Naschgarten und ein Lehrgarten zugleich, der direkt an die Schule angebunden ist, zu dem man hinausgehen kann und nicht irgendwo hinlaufen muss“, sieht es Konrektorin Monika Schäfer, Klassenlehrerin der 2a.  

 

Also: In Zukunft ist an der Grundschule Scheppach das Naschen nicht verboten, sondern erlaubt – aber nur vom Naschgarten. „Und gesund ist es obendrein“, fügen Christine Pöllmann und Katrin Krey hinzu.